10 Fragen an unsere Fachreferentin

Von Julia Neugebauer
Unsere Beisitzerin Ann-Kathrin Hegger stellte unserer Fachreferentin im Februar 2020 zehn wichtige Fragen.

 

(1) Welche Erfahrungen hast du in Solingen gesammelt, die dir in Witten helfen können?

Der Stadtjugendring in Solingen hat mir gezeigt, wie
gut Jugendverbandsarbeit gelingen kann. Die Früchte daraus sind: gemeinsame Kooperationen, Projekte, Stadtfeste, ein demokratisches Mitspracherecht aller Beteiligten und gemeinsam erarbeitete und diskutierte operative Steuerungen. Dieser Genuss einer funktionierenden Zusammenarbeit und guten Aufgabenteilung und Beziehungskultur motiviert mich, die Netzwerkarbeit in Witten weiter auszubauen und gut zu pflegen. Dieses Wachstum braucht Zeit, Ressourcen und ein wenig Sonnenschein.
 

(2) Was wünscht du dir für den Jugendring Witten?

Ich wünsche uns eine gemeinsame Vision, die uns unterstützt, gemeinsame Ziele und Motive zu erreichen und gemeinsame Kooperationen und Ideen, die Jugendliche nachhaltig erreichen, damit sie sich in der Gesellschaft zuhause fühlen und wissen.

(3) Gibt es konkrete Ziele, die du erreichen möchtest?

> Die Netzwerkarbeit stärken und ausbauen.
> Ehrenamtliche unterstützen.

> Das Team stärken.
> Identität stiften.

> Demokratisches Mitspracherecht und das Recht auf Demokratie (vor allem der jungen Generation) in Witten fördern.
> Politische Bildung anbieten.
> Junge Menschen erreichen.


(4) Was wünscht du dir für Jugendliche und junge Menschen in Witten?

Ich richte meine Worte direkt an junge Menschen: Ich wünsche dir von Herzen, dass du deinen ganz eigenen Platz in der Gesellschaft findest und dich mit all deinen Stärken und Begabungen einbringen kannst. Die Gesellschaft ist wie ein Puzzle, dass erst vollendet ist und seinen Wert findet, wenn jede*r mitwirkt. Es fehlt etwas, wenn du nicht dein eigenes Puzzleteil kreierst. Und ja, es gibt sehr viele Möglichkeiten deinen Lebensweg zu bestreiten – dafür wünsche ich dir Weisheit, Geduld, Freude und Kreativität. Außerdem lade ich dich von Herzen ein, deinem Mitspracherecht Folge zu leisten: Du hast mehr Einflussmöglichkeiten als du denkst! Und so schließe ich mit den Worten Gandhis: “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.”

(5) Was sind deine wichtigsten Aufgaben als Fachreferentin?


Zunächst ist es von Bedeutung, die vorhandenen
Netzwerke und Ressourcen wahrzunehmen, neu aufleben zu lassen und zu stärken. Auch die Akquise vorliegender Bedarfe in den einzelnen Verbänden und von Seiten der Ehrenamtlichen und entsprechende Beratung ist meine Aufgabe. Netzwerkarbeit ist das A und O. Und dessen Pflege wird auch in den nächsten Jahren vorrangig für mich sein. Wenn damit das Grundgerüst steht, kann das Außengelände bestückt und bepflanzt werden. Ich habe auch bereits einige Projektideen für Jugendliche in Witten und bin gespannt, wie und wann sich diese umsetzen lassen.

(6) Was ist der Jugendförderplan und wie ist der aktuelle Stand?

Der Jugendförderplan ist eine Planung der Kinder- und Jugendarbeit für einen Zeitraum von fünf Jahren. Es enthält sowohl die wirtschaftliche Aufstellung, als auch die Zielerreichung und Weiterentwicklung, die hinter den geplanten Zahlen stehen. Dafür gibt es den Jugendhilfe- und Schulausschuss, der diese Pläne (die von Verbänden, Ehrenamtlichen und Jugendlichen etabliert wurden) diskursiv verändert, aber auch einschränkend beschließt. Der Jugendring nimmt einen wesentlichen Einfluss auf die Richtlinien, die der Bewilligung von Zuschüssen für Jugendverbände und Jugendgruppen dienen. Der neue Jugendförderplan war für die Periode 2021-2026 im Prozess und im Gespräch. Nun wird dieser erst nächstes Jahr festgelegt.

(7) Welche Herausforderungen siehst du aktuell?

Eine Herausforderung liegt darin, aktuelle Bedarfe in der Arbeit mit Jugendlichen mit den wenigen finanziellen Ressourcen zu vereinbaren.

 

(8) Gibt es Schranken, die dir den Weg versperren oder Türen, durch die du erst noch gehen musst?

Nein. Aber ich bin durchaus zuversichtlich verschlossene Türen aufschließen und Hindernisse aufräumen zu können. Gemeinsam können wir viel bewegen!

 

(9) Auf welche Projekte und Aufgaben freust du dich ganz besonders und warum?

Ich habe nicht nur Vorfreude auf das was kommt, sondern erfreue mich aktuell generell an meiner neuen beruflichen Herausforderung als Fachreferentin des Jugendrings. Ich freue mich auch schon mal vor auf die Zeit, in der das Netzwerk des Jugendrings qualitativ und quantitativ stark gewachsen ist und auf die Zeit, in der ich gemeinsam mit weiteren hauptamtlichen Teamkolleg*innen für den Jugendring, Wittener Verbände und Jugendliche eintreten darf.
 
(10) Wie sieht der Jugendring in fünf Jahren aus?

> Eine Hand-in-Hand-Kultur zwischen Jugendverbänden, der Stadt Witten, der Politik und den Wittener Jugendlichen.
> Besser ausgebaute Netzwerke
> volle Vollversammlungen
> Jugendliche verstehen nachhaltig, was es heißt, Teil der Gesellschaft zu sein und mitzuwirken.
> Nachhaltige Projekte, die sich fest in Freizeithäusern, an Schulen und co. etablieren.